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Zeichen – Hohlspiegel der Welt

 

Allmächtig, gegenwärtig, umfassend –

Zeichen als Bild-Sprache.

In der zeitgenössischen Kunst fristen sie stattdessen ein Schattendasein.

Dabei sind gerade sie es, die immer stärker unser Leben bestimmen.

Nehmen wir nur die Zahl.

Sogar der Mensch wird immer stärker zu einer Nummer ersetzt.

Immerhin hat sich in den letzten Jahrzehnten die Gesellschaft verändert und

damit sind die Zeichen unser Hohlspiegel.

Um mit der Lesegeschwindigkeit eines Fahrzeuges einigermaßen mitzukommen

wurden sie reduziert.

Wie die Produktion unserer Gegenstände:

standardisiert, normiert, gleichzeitig werden sie variabel eingesetzt.

Auch der Mensch?

Er kann das gleiche Objekt

unterschiedlich darstellen:

auf dem Bildschirm, als Datei.

Denn die Bild-Sprache überbrückt Realität und Denken.

Denn der Mensch verbindet das Bild mit seinen Assoziationen,

aufgeladen mit der persönlichen Erfahrung,

Sein Denken ist mehrschichtig, variabel, veränderbar, auf Wandel bedacht.

Ausgelegt auf Imagination und Inspiration

um Aspekte der Realität neu wahr-zu-nehmen.